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Unternehmen

Buchhaltung selber machen 2026: Was Selbstständige legal ohne Steuerberater erledigen können

Komplette Buchhaltung ohne Steuerberater? Für Selbstständige ist das 2026 nicht nur erlaubt, sondern oft die wirtschaftlichste Option. So geht's.

Veroeffentlicht
Aktualisiert
Autor:in
Diana

Du fragst dich, ob du deine Buchhaltung 2026 ohne Steuerberater selbst machen kannst? Die kurze Antwort: Ja, fast komplett. Die längere Antwort — mit den rechtlichen Grenzen, einem realistischen Workflow und einem ehrlichen Tool-Vergleich — kommt jetzt.

Was du als Selbstständiger legal selbst machen darfst

Das Steuerberatungsgesetz (§ 5 StBerG) regelt, was nur Steuerberater dürfen — alles übrige steht dir offen. Für deine eigene Buchhaltung gibt es keine gesetzliche Pflicht, einen Berater zu beauftragen.

Du darfst selbst:

  • Komplette laufende Buchhaltung führen (Belege, Einnahmen, Ausgaben)
  • EBR oder Bilanz selbst erstellen
  • UStVA und Zusammenfassende Meldung per ELSTER abgeben
  • Einkommensteuererklärung samt Anlage EÜR einreichen
  • Gewerbesteuererklärung einreichen

Steuerberatern vorbehalten ist nur die geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen für Dritte sowie die Vertretung vor dem Finanzgericht. Für dein eigenes Unternehmen darfst du alles selbst machen — die Erklärungen müssen nur sachlich richtig sein.

EÜR oder doppelte Buchführung: Was musst du führen?

Für die meisten Selbstständigen reicht die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR). Erlaubt ist sie, solange:

  • Umsatz unter 800.000 € pro Jahr
  • Gewinn unter 80.000 € pro Jahr
  • Keine Eintragung im Handelsregister (also keine GmbH, OHG, KG)

Freiberufler (z. B. Ärzte, Designer, Berater) sind unabhängig von der Umsatzhöhe immer mit der EÜR berechtigt. Doppelte Buchführung wird nur bei GmbH, UG oder Überschreiten der Grenzen fällig.

Die 5 Schritte einer monatlichen DIY-Buchhaltung

1. Belege erfassen. Jede Quittung und Rechnung wird digital abgelegt. Belege per App scannen erspart dir die Schuhkarton-Buchhaltung.

2. Konto importieren. Bankumsätze einmal pro Woche reinholen. Mit Open-Banking-Anbindung passiert das automatisch.

3. Zuordnen. Jede Buchung mit einem Beleg verknüpfen und einer Kategorie zuweisen (Bürobedarf, Reisekosten, Fortbildung, Marketing).

4. UStVA abgeben. Monatlich oder quartalsweise per ELSTER. Frequenz hängt von der Vorjahres-USt-Schuld ab. Mehr zur UStVA.

5. Jahresende. EÜR generieren, Einkommensteuererklärung erstellen, alles über ELSTER einreichen.

Mit moderner Software dauern Schritte 1–4 etwa 30–60 Minuten pro Monat. Mit Excel: ein Mehrfaches.

UStVA selbst abgeben — ELSTER oder Software?

ELSTER ist kostenlos, aber sperrig. Du musst Beträge manuell eintragen (Felder 81, 86, 66, 67 …), Vorsteuer korrekt aufaddieren, Skonti separat erfassen. Ein Tippfehler oder ein vergessener Beleg — und schon zahlst du zu viel Umsatzsteuer.

Eine moderne Buchhaltungs-Software wie Norman generiert die UStVA aus deinen verbuchten Belegen automatisch und übermittelt sie direkt ans Finanzamt. Spart Tipparbeit und schaltet Fehlerquellen aus.

Tools im Vergleich: Excel vs. Software vs. Steuerberater

Drei realistische Optionen für Selbstständige:

  • Excel: 0 €/Jahr, hoher Aufwand, hohes Risiko (siehe unten)
  • Modernes Buchhaltungs-Tool: 60–300 €/Jahr, geringer Aufwand, niedriges Risiko
  • Steuerberater: 1.500–3.000 €/Jahr, fast kein Aufwand, sehr niedriges Risiko

Achtung Excel: Eine reine Tabellenkalkulation ist nicht GoBD-konform — Belege müssen unveränderbar archiviert und Buchungen revisionssicher dokumentiert sein. Bei einer Betriebsprüfung kann das zur Schätzung deiner Einkünfte führen. Excel allein reicht 2026 nicht mehr. Alternativen zu DATEV gibt es heute reichlich.

Wann lohnt sich doch ein Steuerberater?

Klare Trigger für externe Beratung:

Für alles übrige bist du als Selbstständiger meist besser mit Software plus gelegentlicher Stundenberatung bedient als mit einem vollen Steuerberater-Mandat.

Fazit

DIY-Buchhaltung ist 2026 nicht nur erlaubt, sondern für viele Selbstständige die wirtschaftlichste Option — vorausgesetzt, du nutzt ein GoBD-konformes Tool statt Excel-Friemelei und hältst einen festen Monatsrhythmus ein. Norman bündelt Belegerfassung, EÜR, UStVA und ELSTER-Übermittlung in einer App. Damit erledigst du deine komplette Buchhaltung in 30 Minuten pro Monat — inklusive automatischer USt-Voranmeldung. Kostenlos starten.

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Norman uebernimmt die operative Arbeit im Hintergrund

Von Rechnungen bis Buchhaltung: Norman organisiert wiederkehrende Finanzarbeit, damit du Fristen sauber einhaelst und weniger manuell nachhalten musst.