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Steuern

GmbH Abschreibungen 2026: AfA, Sofortabschreibung und steuerliche Gestaltung

Wie GmbH und UG Abschreibungen steuerlich und buchhalterisch korrekt erfassen — von der linearen AfA über GWG-Sofortabschreibung bis zur steuerlichen Gestaltung.

Veroeffentlicht
Aktualisiert
Autor:in
Diana

Wer eine GmbH oder UG führt, stößt früh auf die Frage: Kann ich Anschaffungskosten sofort steuerlich absetzen? Die Antwort hängt vom Wert und der Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts ab. Abschreibungen — im Steuerrecht AfA (Absetzung für Abnutzung) genannt — verteilen die Kosten teurerer Anlagegüter auf mehrere Jahre und sind ein zentrales Instrument der Steuerplanung in der GmbH.

Was ist die AfA und wann gilt sie?

Grundregel: Wirtschaftsgüter mit einem Nettokaufpreis von mehr als 800 € müssen aktiviert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauern richten sich nach den AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums:

  • Laptop / Computer: 3 Jahre
  • PKW: 6 Jahre
  • Büromöbel: 13 Jahre
  • Maschinen: 5–15 Jahre (je nach Typ)

Wirtschaftsgüter bis 800 € netto können sofort im Kaufjahr abgeschrieben werden.

Lineare und degressive Abschreibung

Die lineare AfA ist die Standardmethode: Anschaffungskosten gleichmäßig über die Nutzungsdauer verteilt. Beispiel: Server für 6.000 € mit 3 Jahren → 2.000 € Abschreibung pro Jahr.

Die degressive AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter wurde mit dem Wachstumschancengesetz 2024 wieder eingeführt (Anschaffungen bis 31.12.2028). Dabei wird ein fester Prozentsatz vom Restwert abgeschrieben, was in den ersten Jahren höhere Beträge ergibt. Max. 20 % oder das 2-Fache des linearen Satzes. Wechsel von degressiv zu linear jederzeit möglich.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Sofortabschreibung bis 800 €

Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter bis zu 800 € netto darf deine GmbH im Kaufjahr sofort absetzen (§ 6 Abs. 2 EStG).

Alternativ für Wirtschaftsgüter zwischen 250 € und 1.000 €: Sammelposten über 5 Jahre (§ 6 Abs. 2a EStG). Beide Methoden schließen sich gegenseitig aus.

Abschreibungen in der GmbH-Buchhaltung erfassen

In der GmbH-Buchhaltung werden Abschreibungen als Aufwand verbucht (Konto 6020 nach SKR03) und senken Jahresgewinn und Steuerlast. Jede GmbH muss zudem einen Anlagenspiegel als Teil des Jahresabschlusses führen, der Anschaffungskosten, Zugänge, Abgänge und jährliche Abschreibungen dokumentiert.

Investitionsabzugsbetrag (IAB): Abschreiben vor dem Kauf

Nach § 7g EStG kann deine GmbH bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten bereits vor dem Kauf als Betriebsausgabe abziehen — den Investitionsabzugsbetrag (IAB). Max. 200.000 € Gesamtbestand. Die Investition muss innerhalb von 3 Jahren erfolgen. Besonders wertvoll in Gewinnjahren: Du senkst den Gewinn heute und zahlst weniger Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Fazit

Abschreibungen sind kein bürokratisches Detail — sie sind ein echtes Steuergestaltungswerkzeug. Wer GWG-Grenzen kennt, die degressive AfA richtig einsetzt und den IAB nutzt, kann die Steuerlast seiner GmbH erheblich senken. Norman hilft dir, Abschreibungen automatisch zu erfassen und deine GmbH-Steuererklärung auf Basis vollständiger Buchhaltungsdaten vorzubereiten.

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